Die kleine Fee Luna schlÀft ein
Es war Abend. Die Sonne ging unter. Der Himmel wurde rot und orange und dann blau.
In einem Garten lebte eine kleine Fee. Sie hieĂ Luna. Luna war ganz klein. Sie war so groĂ wie deine Hand.
Luna hatte goldene FlĂŒgel. Sie leuchteten wie kleine Sterne. Sie waren sehr schön.
Neben dem Garten stand ein groĂer Baum. Unter dem Baum wuchs ein Pilz. Der Pilz war rot mit weiĂen Punkten. Das war Lunas Zuhause. Ein wunderschönes Zuhause.
Luna flog hin und her. Sie besuchte alle Blumen.
"Guten Abend, rote Rose!", sagte Luna.
"Guten Abend, kleine Luna!", antwortete die Rose.
Luna flog weiter zur Tulpe.
"Guten Abend, gelbe Tulpe!", sagte Luna.
"Guten Abend!", sagte die Tulpe schlÀfrig.
Auch die Blumen wurden mĂŒde. Sie wollten schlafen.
Luna flog noch zu den Grashalmen. Dort traf sie ihren Freund Elwin. Elwin war ein Elf. Er war grĂŒn gekleidet. Er hatte spitze Ohren.
"Hallo Elwin!", sagte Luna glĂŒcklich.
"Hallo Luna! Bist du auch mĂŒde?", fragte Elwin.
"Ja, ein bisschen", sagte Luna und gÀhnte.
Elwin nahm Lunas Hand. Zusammen flogen sie zu Lunas Pilzhaus.
Es war sehr gemĂŒtlich dort. Der Pilz leuchtete soft rot. Ăberall lagen weiche Moospolster. Das war sehr bequem.
Luna setzte sich auf ein grĂŒnes Moospolster.
"Elwin, erzÀhl mir eine Geschichte?", fragte Luna mit schlÀfrigen Augen.
Elwin setzte sich neben sie. Er streichelte ganz sanft ĂŒber Lunas FlĂŒgel.
"Ja, gerne", sagte Elwin leise. "Ich erzÀhle dir von den Sternenpunkten."
Elwin sprach sehr leise und ruhig:
"Im Himmel oben gibt es viele Sterne. Jeder Stern ist ein Punkt Licht. Es sind kleine Lichter fĂŒr trĂ€umende Kinder wie dich.
Die Sterne sagen: 'Schlaf gut, kleiner Traum. Wir passen auf dich auf. Wir sehen dich. Du bist sicher. Du bist warm. Du bist geliebt.'
Und weiĂt du? Jede Nacht fliegen wir Feen und Elfen durch die dunkle Nacht. Wir sammeln die sĂŒĂesten TrĂ€ume. Wir legen sie in die Köpfe der schlafenden Kinder. So haben alle schöne TrĂ€ume."
Luna hörte Elwin zu. Ihre Augen wurden schwerer und schwerer. Ihre FlĂŒgel leuchteten immer leiser.
"Und jetzt?", fragte Luna sehr leise.
"Und jetzt schlĂ€fst du, meine kleine Freundin", sagte Elwin. "Und ich wache ĂŒber dich."
Luna kuschelte sich in ihr weiches Moossbett. Sie zog eine leichte BlĂŒtendecke ĂŒber sich. Die Decke war aus weichen RosenblĂ€ttern.
Lunas Augen fielen zu.
Der Mond schien durch die kleine Ăffnung des Pilzhauses. Ein sanftes silbernes Licht fiel auf Lunas Gesicht.
Sie lÀchelte im Schlaf.
Elwin flĂŒsterte: "Guten Nacht, Luna. TrĂ€um von bunten BlĂŒten und warmen Sonnenstrahlen. TrĂ€um von Abenteuer und GlĂŒck. Ich bin hier. Alles ist gut."
Und so schlief Luna ein. Sicher und warm und glĂŒcklich.
Der Garten wurde ganz still. Nur die Zikaden zirpten ein Schlaflied. Der Wind flĂŒsterte: "Shhhhh, shhhhh, alle sind mĂŒde. Alle schlafen."
Und auch du, lieber TrÀumer, kannst jetzt schlafen.
Gute Nacht.