Der kleine Stern Luna
Luna ist ein kleiner Stern. Sie lebt ganz weit oben am Himmel.
Jeden Abend wird es dunkel. Die Sonne geht schlafen. Dann ist Zeit für Luna und ihre Freunde.
Luna schaut hinunter auf die Erde. Sie sieht viele Häuser mit Fenster. In den Häusern sind Kinder. Wie du!
"Guten Abend, Kinder!", sagt Luna leise.
Luna hat viele Stern-Freunde. Es sind sehr, sehr viele. Zusammen bilden sie schöne Muster am Himmel.
Zink ist ein großer Stern. Er ist sehr hell. "Komm, Luna! Lass uns leuchten!", ruft Zink.
Stella ist eine kleine Sterndame. Sie hat viele Punkte. "Ich bin müde", sagt Stella ganz leise. "Ich möchte schlafen gehen."
Das verstehen alle Sterne. Auch Luna wird langsam müde.
Der Mond kommt raus. Er ist groß und silbern. Der Mond ist sehr weise.
"Guten Abend, liebe Sterne", sagt der Mond. "Passt auf die Kinder auf. Sie brauchen gute Träume."
Luna nickt. "Ja, das machen wir gerne!"
Langsam wird die Welt ganz still. Es gibt keine lauten Autos mehr. Keine Spielplätze mit Kindern. Keine Läden mit Menschen.
Alles ist ruhig. Alles ist friedlich.
Luna leuchtet ganz zart. Nicht zu hell. Nicht zu dunkel. Genau richtig zum Einschlafen.
"Schau, Luna!", sagt Stella. "Ein Kind schaut uns an!"
Wirklich! Ein kleines Kind sitzt im Bett. Es schaut zum Fenster hinaus. Es sieht Luna und die anderen Sterne.
Luna leuchtet noch ein bisschen heller. Nur für dieses Kind.
Das Kind lächelt. Dann kuschelt es sich unter die Decke.
"Gute Nacht, kleines Kind", flüstert Luna.
Die Sterne werden immer weniger. Sie gehen schlafen. Einer nach dem anderen.
Zuerst geht Zink schlafen. Dann Stella. Dann alle anderen.
Luna ist die letzte. Sie leuchtet noch ein ganz klein bisschen.
Sie denkt an all die Kinder. Sie denken an all die süßen Träume.
Der Mond lächelt Luna an. "Du bist eine sehr gute Stern", sagt er.
"Danke", antwortet Luna. "Ich passe auf alle Kinder auf. Auch auf dich."
Jetzt wird auch Luna sehr, sehr müde.
Ihre Lichter werden immer weicher. Immer sanfter.
Sie atmet ganz langsam. In und aus. In und aus.
Wie die Wellen im Meer. Ganz ruhig.
Luna denkt an die schönen Träume. An bunte Farben. An Schmetterlinge. An Blumen. An Freunde.
Alles ist so schön.
Alles ist so ruhig.
Der Himmel ist dunkelblau. Fast schwarz. Wunderbar dunkel.
Luna schließt ihre Augen. Ganz langsam.
"Gute Nacht, Welt", whispert sie.
"Gute Nacht, Kinder. Schlaft gut."
"Ich passe auf euch auf. Immer. Jede Nacht."
Und Luna schläft ein. Ganz sanft. Ganz friedlich.
Der Mond schaut über alle Kinder. Und über Luna.
Alle schlafen. Alle träumen süße Träume.
Der Himmel ist still. Der Himmel ist dunkel. Der Himmel ist wunderbar.
Gute Nacht.