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Steckbrief: Die spektakulären Geheimnisse der Gewitter

Wissens-Steckbrief8-10 JahreGewitter20. Mai 2026

Name: Gewitter

Kategorie: Wetterphänomen / Naturschauspiel


Wie entsteht ein Gewitter?
Gewitter entstehen, wenn warme, feuchte Luft vom Boden nach oben steigt und auf kältere Luftschichten trifft. Diese Luftmassen prallen aufeinander wie zwei kämpfende Sumoringer – dabei entstehen riesige Wolkentürme, die bis zu 16 Kilometer hoch wachsen können. Das ist etwa so hoch wie 53 Flugzeuge übereinander!

Blitze sind eigentlich Lichtblitze, nicht Feuer!
Ein Blitz ist ein gigantischer Stromschlag zwischen Wolke und Erde. Die Temperatur eines Blitzes erreicht etwa 30.000 Grad Celsius – das ist fünfmal heißer als die Oberfläche der Sonne! Dieser extreme Hitzeunterschied lässt die Luft um den Blitz explosionsartig explodieren, was den Donner verursacht.

Der Donner ist der „Schrei" der Luft.
Wenn ein Blitz einschlägt, wird die Luft so schnell erhitzt, dass sie mit enormer Kraft auseinanderpresst wird – das ist der Donner! Man hört ihn immer später als den Blitz, weil Licht viel schneller reist als Schall. Eine einfache Faustregel: Zähle die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teile durch drei – so erfährst du, wie viele Kilometer das Gewitter entfernt ist.

Gewitter sind die Stromerzeuger der Natur.
Die Reibung zwischen Wassertropfen und Eiskristallen in Gewitterwolken erzeugt elektrische Ladungen – wie wenn du über einen Teppich rutschst und dann einen Schlag bekommst, aber millionenfach stärker! Ein einziger Blitz transportiert etwa 300 Millionen Volt Spannung. Das ist so viel Energie, wie eine normale Glühbirne in drei Monaten verbraucht!

Hagelkörner entstehen durch mehrfaches Hochschleudern.
In besonders starken Gewittern entstehen Hagelkörner, wenn Wassertropfen mehrfach hochgewirbelt werden und dabei immer mehr Eis-Schichten ansammeln – wie eine Zwiebel! Manche Hagelkörner werden so groß wie Tennisbälle und können mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h herunterfallen.

Superzellen sind die „Monster-Gewitter" unter den Stürmen.
Es gibt spezielle Gewitter, sogenannte Superzellen, die wie rotierende Kreisel aussehen und stundenlang aktiv bleiben können. Sie sind besonders gefährlich, weil sie extreme Hagelstürme, Starkregen und sogar Tornados erzeugen können. Meteorologen können sie mit Wetterradaren aufspüren, lange bevor sie ankommen.

Gewitter folgen dem Temperaturgradienten.
Gewitter entstehen überall dort, wo unterschiedliche Temperaturen aufeinandertreffen – deshalb treten sie besonders häufig in den Tropen auf, wo die Sonne die Erde extrem aufheizt. Auch in Deutschland gibt es im Sommer durchschnittlich 3-5 Gewitter pro Quadratkilometer pro Jahr!


Wusstest du?

🌩️ Blitze schlagen öfter in höhere Objekte ein: Deshalb sind Blitzableiter auf Häusern und Kirchen so wichtig – sie leiten die gefährliche Energie sicher in den Boden ab. Ein Blitzableiter wird durchschnittlich alle 200 Jahre getroffen!

🌩️ Es gibt „Wetterleuchten" ohne Donner: Manchmal sieht man Blitze in der Ferne blinken, hört aber keinen Donner. Das liegt daran, dass die Gewitter zu weit entfernt sind (mehr als 15 km) – der Schall kommt einfach nicht bis zu uns.

🌩️ Gewitter können rückwärts fahren: Normalerweise wandern Gewitter mit dem Wind. Doch manche Superzellen bewegen sich gegen den Wind – sie „laufen" in die entgegengesetzte Richtung davon!


Quiz-Frage:

Wie viel Mal heißer ist ein Blitz als die Sonne?

Antwort: Ein Blitz ist etwa 5 Mal heißer als die Sonnenoberfläche. Ein Blitz erreicht ~30.000°C, während die Sonne an ihrer Oberfläche nur ~5.500°C hat. (Im Innern der Sonne ist es allerdings viel heißer – aber die Oberfläche ist das, was wir vergleichen!)

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