🌙Gutenachtwelt

Luna und die kleine Feenwiese

Gutenachtgeschichte5-7 JahreFeen und Elfen22. März 2026

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Luna, das konnte nicht einschlafen. Sie lag in ihrem Bett und starrte zum Fenster hinaus. Der Mond schien ganz hell und silbern in die Nacht.

Da sah Luna etwas Wunderbares: Ein zartes goldenes Licht tanzte draußen über dem Garten! Es flatterte hin und her wie ein kleiner Schmetterling. Luna sprang aus dem Bett und schlich leise zum Fenster. Dort sah sie die allerkleinste Fee, die es je gab. Sie war nicht größer als eine Blütenblatt und hatte funkelnde Flügel, die wie Regenbogen leuchteten.

Die Fee winkte Luna zu! Ohne nachzudenken, zog sich Luna ihren warmen Morgenrock an und schlich auf nackten Füßen in den Garten hinaus. Der Nachttau machte das Gras ganz kühl und nass, aber Luna fror nicht. Sie war viel zu aufgeregt!

„Guten Abend, Luna!" sagte die kleine Fee mit einer feinen, hellen Stimme. „Mein Name ist Sternchen. Ich bin auf der Suche nach jemandem, der mir hilft!"

„Mir hilft?" fragte Luna. „Aber ich bin doch nur ein kleines Mädchen!"

„Genau richtig!" lachte Sternchen. „Ich brauche nämlich einen gütigen Freund. Komm mit, ich zeige dir etwas!"

Sternchen flog schnell über die Hecke, und Luna folgte ihr. Dahinter versteckte sich die allergeheimste, schönste Wiese. Dort wuchsen bunte Blüten, leuchteten wie kleine Lichter. Überall saßen Feen und Elfen, aber sie sahen betrübt aus.

„Was ist denn los?" fragte Luna besorgt.

Sternchen seufzte. „Unser Wiegenlied-Baum ist traurig. Siehst du den großen Baum dort? Ohne sein magisches Lied können alle Waldkinder nicht einschlafen. Wir Feen sind aber zu klein und zu schnell. Wir können nicht lange genug stillsitzen. Aber du kannst es bestimmt!"

Luna nickte mutig und ging zu dem wunderschönen Baum mit der silbernen Rinde. Sie setzte sich an seinen dicken Stamm und lehnte ihren Rücken dagegen. Der Baum war warm und weich wie ein großes Kissen.

„Sag dem Baum einfach gute Nacht," erklärte Sternchen leise.

Luna nahm einen tiefen Atemzug und flüsterte: „Gute Nacht, lieber Baum. Ich danke dir für deine Hilfe."

Da geschah etwas Magisches! Der Baum begann ganz leise zu singen. Es war die schönste, sanfteste Melodie, die Luna je gehört hatte. Das Lied war wie Schlafsand – es machte alle müde und glücklich. Die Feen und Elfen lächelten und schließen einen nach dem anderen ein.

Sternchen setzte sich auf Lunas Schulter und flüsterte: „Du hast es geschafft! Du bist ein echter Freund der Feen. Jetzt können alle unsere Waldkinder wieder schlafen."

„Das freut mich so sehr," sagte Luna mit einem großen Gähnen.

Plötzlich spürte Luna, wie zwei kleine Hände sie sanft wegführten. Sternchen und zwei andere kleine Elfen geleiteten Luna zurück zu ihrem Haus. Der Baum sang sein Lied immer noch – nicht nur für die Waldkinder, sondern jetzt auch für Luna.

Sie kletterte zurück in ihr warmes Bett. Durch das offene Fenster hörte sie noch immer die sanfte Melodie. Ihre Augen wurden immer schwerer und schwerer...

Gute Nacht, kleine Luna. Morgen wirst du dich noch an die Feen erinnern. Und jedes Mal, wenn der Mond scheint, wissen die Feen: Ein wirklich lieber Freund schläft sicher und friedlich.

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