Annas Traum vom Mondlicht
5-7 Jahre21. März 2026
Es war ein stiller Abend, als Anna in ihr gemütliches Bett unter der warmen Wolldecke kroch. Draußen leuchtete der Mond silbern am dunklen Himmel und warf sanfte Schatten ins Zimmer. Anna kuschelte sich tiefer ins Kissen und schloss die Augen, doch plötzlich hörte sie ein leises Piepsen.
Sie öffnete vorsichtig die Augen und erblickte das wundersamste Wesen, das sie je gesehen hatte. Ein kleines, goldendes Mondwesen schwebt durchs Fenster, nicht größer als ihre Hand. Es hatte zwei funkelnde Augen wie Sterne und strahlte ein zartes blaues Licht aus. Anna war zuerst ein bisschen erschrocken, aber das Mondwesen wirkte so traurig und einsam, dass Annas Herz sofort Mitleid empfand.
Das Mondwesen hieß Stella und konnte sprechen, wenn auch nur ganz leise und melodisch wie eine Glöckchen. Stella erzählte Anna, dass sie ganz allein war. Alle anderen Mondwesen lebten zusammen auf einem fernen Mond, doch Stella war hier gelandet und konnte den Weg zurück nicht finden. Sie hatte solche Angst in der großen, dunklen Welt.
Anna nahm Stella ganz zart in ihre beiden Hände. Das kleine Wesen fühlte sich an wie warme Seide und war immer noch leicht warm. In diesem Moment beschloss Anna, dass Stella nicht länger allein sein würde. Anna würde ihre beste Freundin werden.
Sie legten sich zusammen auf das große Kissen, und Anna flüsterte Stella beruhigende Worte zu. Sie erzählte ihr von ihrer liebsten Geschichte, vom tapferen kleinen Räuber, der gute Freunde fand. Stella hörte aufmerksam zu und begann langsam zu lächeln. Ihr Licht wurde heller und wärmer.
Anna zeigte Stella ihr Lieblingsspielzeug, ein kuscheliges Tuch mit Sternen drauf. Stella drehte sich darin wie in einem Traum und spielte mit Anna verstecken zwischen den Kissen. Das Mondwesen lachte leise, ein Lachen wie silberne Glöckchen im Wind. Anna lachte auch, und plötzlich war die Traurigkeit ganz weg.
Als es später wurde, lehnte sich Stella an Annas Hals und schnurrte ganz leise. Anna streichelte vorsichtig das glitzernde Wesen. Sie versprach Stella, dass sie jeden Abend zusammen sein würden und dass Stella niemals mehr allein sein müsse.
Mit jedem Moment der neuen Freundschaft leuchtete Stella heller. Das blaue Licht verbreitete sich sanft im ganzen Zimmer und hüllte alles in einen friedlichen Glanz. Stella kuschelte sich eng an Annas Herz, und Anna spürte, wie warm und sicher sie sich fühlte.
Die beiden Freunde schliefen eng beieinander ein. Während sie schliefen, sandte das Mondwesen eine sanfte, funkelnde Botschaft zum Mond hinauf, eine Nachricht voller Glück und Freude. Und als der Morgen kam, wusste Anna, dass dies der Anfang einer wundervollen Freundschaft war, die für immer halten würde.